LASK entführt drei Punkte aus Salzburg

21.10.2023

Gerhard Struber (c) Jasmin Walter RBS
Ist Struber bald angezählt?

Unheimliche Serie des Serienmeisters gegen Mannschaften aus Linz: Keine Punkte gegen den Aufsteiger - enttäuschende Niederlage gegen Blau-Weiß – hieß es bereits am 23. September 2023. Und jetzt setzt es gegen die Stahl-Städter die nächste Enttäuschung. Salzburg verliert auch gegen den LASK! Auf den Fan-Rängen stellt man sich jetzt schon die Frage. Ist Chef Trainer Gerhard Struber bald angezählt ?

Dank einer eindrucksvollen Vorstellung feierte der LASK in der 11. Runde der Admiral Bundesliga einen 1:0-Sieg bei Meister Red Bull Salzburg. Kapitän Robert Zulj schoss die Athletiker mit seinem fünften Saisontor zu wichtigen drei Punkten und zum zweiten Auswärtserfolg in dieser Spielzeit.

Schon die Anfangsphase gehörte den Gästen aus Linz, die mutig auftraten und nach vier Minuten durch Robert Zulj die erste Topchance vorfanden. Weiter Einwurf von rechts, Marin Ljubicic legte raus auf den Kapitän und dessen gefühlvollen Abschluss mit der rechten Innenseite aufs lange Eck entschärfte Salzburg-Keeper Alexander Schlager. Der LASK, im Vergleich zum letzten Ligaspiel gegen Altach (1:0) an drei Positionen verändert, nahm diesen Schwung mit und spielte weiter frech nach vorne. Gegen den Ball gelang es, das Zentrum gut zu verdichten und die Räume zu schließen, wodurch die Bullen kaum gefährlich wurden. Lediglich nach einem Rückpass von Maksym Talovierov, den Salzburgs Ibrahima Konate beinahe erlief, musste LASK-Goalie Tobias Lawal eingreifen (10.), dazu verfehlte ein Volley von Amankwah Forson das Gehäuse (22.). 

Nach 34 Minuten brandete dann erstmals Riesenjubel unter den mitgereisten schwarz-weißen Anhängern auf. Moses Usor fand mit seiner Flanke Ljubicic, der legte abermals für Zulj ab und diesmal bezwang unser Kapitän RB-Torhüter Schlager mit einem platzierten Abschluss zum 1:0. Das fünfte Liga-Saisontor für den 31-Jährigen, das erste auswärts. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt verdient, weil sich der LASK im eigenen Ballbesitz viel zutraute und in der Rückwärtsbewegung extrem fleißig und taktisch sehr diszipliniert agierte.

LASK blieb das gefährlichere Team

Auch nach dem Seitenwechsel hielten die Athletiker die Intensität hoch, erzwangen durch das hohe Anlaufen viele Ballgewinne, nach denen meist schnell vertikal gespielt wurde. So etwa in Minute 54, als George Bello nach überragender Vorarbeit des emsigen Sascha Horvath das Tor nur knapp verfehlte. Vier Minuten zuvor waren ein Zulj-Versuch geblockt und ein Andrade-Weitschuss von Schlager pariert worden.

Auf der Gegenseite strahlte ein Abschluss von Luka Sucic, der über das Tor streifte, Gefahr aus (60.). Ansonsten blieb die LASK-Defensive weiterhin äußerst stabil, zumal die Linzer jegliche Angriffe der Hausherren meist frühzeitig unterbanden. Trainer Thomas Sageder brachte für die Schlussphase mit Elias Havel, Thomas Goiginger, Peter Michorl und Sanoussy Ba nochmals frische Kräfte. Weiterhin gelang es hervorragend, die Offensivbemühungen der Bullen im Keim zu ersticken. In der Nachspielzeit griff Lawal noch einmal klärend ein, nach mehr als 96 Minuten war der 1:0-Sieg perfekt.

Der LASK durfte damit wie zuletzt am 14. Februar 2020 beim 3:2 einen Auswärtserfolg in der RB-Arena bejubeln. Zugleich blieben die Athletiker zum dritten Mal in Folge in Salzburg ungeschlagen und kamen in der Tabelle bis auf zwei Punkte an den Meister heran. Tobias Lawal blieb zudem zum sechsten Mal in dieser Bundesliga-Saison ohne Gegentor.

Tor: Zulj (34.)

Gelbe Karte: Michorl (82.)

LASK-Cheftrainer Thomas Sageder zum Spiel: „Ich bin extrem stolz auf die Mannschaft. Wir haben über die gesamten 90 Minuten eine absolute Topleistung geboten, haben defensiv fast nichts zugelassen und verdient gewonnen. Dieser Auftritt gibt uns sehr viel Selbstvertrauen für die kommenden Wochen.“

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