Mailand Cortina 2026: Salzburger Skicrosser zieht erste Schwünge
03.02.2026
Mailand Cortina 2026 – es wird ernst für die rot-weiß-roten Athleten: Österreichs Skicross-Elite hat am Montag seine ersten Testfahrten für die Olympischen Winterspiele abgespult. Bei Postkartenwetter standen in Livigno für Damen und Herren jeweils zwei Runs auf der Olympia-Strecke auf dem Programm – positives Fazit inklusive.
Bereits am Samstag ist das siebenköpfige Skicross-Olympiateam direkt vom letzten Weltcup in Val di Fassa (Italien) nach Livigno aufgebrochen, am Montagvormittag folgten die ersten beiden von insgesamt vier Trainingsläufen für die Olympia-Rennen.
„Die ersten beiden Fahrten haben richtig Spaß gemacht. Der Schnee ist sehr aggressiv, es ist kalt, trocken – und es fühlt sich richtig gut an, weil du sehr viel zurückbekommst“, resümiert Adam Kappacher nach dem ersten Tag. Der Kurs sei nicht so übergroß wie bei den letzten Olympischen Winterspielen und „eher auf der technischen Seite“, erklärt der Salzburger.
Den zweiten Run hat Kappacher gemeinsam mit seinem Teamkollegen Johannes Aujesky absolviert. Auch der Niederösterreicher war vom ersten Kennenlernen begeistert: „Der Kurs ist ‚pipifein‘ hergerichtet. Die Startsektion ist anspruchsvoll, es ist schwierig hier schnell zu sein. Aber es macht einfach Spaß!“
„Noch Luft nach oben“
Für Katrin Ofner hätte der ersten Trainingstag durchaus länger dauern können: „Es war ein Herantasten, ein Anschauen – ich würde am liebsten noch dreimal runterfahren, weil ich weiß, wo noch einiges zu holen ist. Luft nach oben ist definitiv da. Das ist ein gutes Zeichen.“
Die vierfache Olympia-Teilnehmerin schöpft vor allem aus den Takeaways ihres zweiten Laufs Motivation für die weitere Vorbereitung: „Es wurmt mich ein wenig, weil in der zweiten Fahrt nicht alles ganz gelungen ist, was ich mir vorgenommen habe. Das ist aber genauso ein gutes Gefühl, das beschäftigt mich jetzt weiter und ich beginne überall zu suchen, wo ich mich verbessern kann. Das ist eine gute Motivation, ein guter Nervenkitzel – und wir haben noch Zeit, um es dann in zwei Wochen auf den Punkt zu bringen.“
Schneller bitte
Sonja Gigler hätte einen etwas schnelleren Run erwartet: „Der Kurs ist extrem cool, aber etwas langsamer als gedacht. Man muss viel dazutun, Vollgas pushen und jedes Element Vollgas fahren. Wenn es noch ein bissl schneller wird, wird es ein cooles Battle werden hier runter.“
Ob schon der zweite Trainingstag mehr Speed zulässt, bestimmt allerdings (auch) das Wetter: Für Dienstag ist in Livigno Schneefall prognostiziert. Die Skicross-Bewerbe finden am 20. und 21. Februar statt. Das Team wird nach den beiden Trainingstagen wieder abreisen und die weitere Vorbereitung außerhalb von Livigno absolvieren.

