CHL-Playoffs: Salzburg verpasst die CHL-Playoffs
07.10.2026
Der EC Red Bull Salzburg unterlag im Heimspiel der Champions Hockey League gegen die Eisbären Berlin mit 3:4, konnte aber trotz der Niederlage vor heimischem Publikum mit einer starken Performance begeistern. Dabei lagen die Salzburger nach 21 Minuten schon mit 0:4 im Rückstand, besannen sich aber ihrer Stärken und kamen in einem rassigen Spiel auf Augenhöhe mit den Berliner Eisbären noch auf 3:4 heran. Der Ausgleich und damit die Chance auf einen oder sogar zwei Punkte war ihnen dann nicht mehr vergönnt, womit auch keine Möglichkeit mehr auf eine Playoff-Teilnahme besteht. Das letzte Spiel der CHL Regular Season bestreiten die Red Bulls am 13. Oktober in Skellefteå.
Spielverlauf
Die ersten Minuten gehörten den Red Bulls. Mathias Böhm zog vor Berlins Goalie Jack LaFontaine übers Tor (4.), Nick Poisson hatte im Powerplay am linken Pfosten die gute Gelegenheit (5.). Doch genau in diesem Powerplay kam Berlins Gabriel Fontaine zu einem langen Solo und ließ Salzburgs Torhüter David Kickert beim Schuss aus vollem Lauf keine Chance (6.). Ab dem Moment war das Spiel ausgeglichen, aber Berlin nutzte seine Chancen gnadenlos. Korbinian Geibel traf bei viel Verkehr vorm Tor aus der Distanz genau ins Kreuzeck (10.), danach fand auch Liam Kirk aus Halbdistanz die Lücke (13.). Dazwischen rasierte Mario Huber einmal die Stange (12.), aber Salzburg tat sich jetzt schwer, gut in die Offensive zu kommen und konnte auch in einem weiteren Powerplay kaum Chancen erarbeiten. Berlin blieb bis zur Pause bissig und nahm die 3:0-Führung nach 20 Minuten mit in die Kabine.
Mit einem Hammerschuss aus dem rechten Bullykreis von Jean-Luc Foudy eröffneten die Gäste den zweiten Abschnitt und stellten aufs 4:0 (21.). Die Red Bulls drängten danach massiv nach vorn und spielten ums Berliner Tor herum. Luca Auer fälschte einen Schuss knapp am Tor vorbei ab (26.). Dann war die Scheibe drin, aber Adrian Gessons abgefälschter Treffer wurde wegen hohen Stocks aberkannt (27.). Berlins Goalie Jack LaFontaine stand weiter im Mittelpunkt, war aber bei allen Salzburger Schüssen zur Stelle. Die Eisbären öffneten die Partie wieder, hatten mit einem 2 auf 1 die nächste große Chance (33.). Kurz darauf schrieben die Red Bulls erstmals an, Jayden Lee traf nach einem Konter im Nachschuss zum 1:4 (34.). Die letzten Minuten im zweiten Abschnitt waren ein rassiges Hin und Her mit Möglichkeiten auf beiden Seiten, Berlin weiterhin mit drei Toren Vorsprung nach 40 Minuten.
Das Tempo blieb hoch und Dennis Robertson verkürzte nach einem der vielen Angriffe mit einem Heber unter die Querstange zum 2:4 (46.). Die Gäste wurden daraufhin nochmal aktiver und wieder gefährlicher, Salzburg brauchte ein paar Minuten, zur Offensive zurückzufinden. Bis zur 53. Minute, da war Mario Huber bei einem Rebound zur Stelle und traf zum 3:4-Anschluss. Jetzt wurde noch einmal alles nach vorn geworfen, die Red Bulls waren am Drücker und kreierten – am Ende ohne Goalie – etliche brenzlige Szenen vor dem Gästetor. Der Ausgleich sollte aber nicht mehr gelingen und so mussten sich die Red Bulls dem deutschen Meister nach großem Kampf mit 3:4 geschlagen geben.
Luca Auer: „Im ersten Drittel müssen wir schauen, dass wir mit der Scheibe besser umgehen. Da hatten wir einfach zu viele Turnovers. Aber ich bin stolz auf die Mannschaft, wie wir ab dem zweiten Drittel aufgetreten sind. Da haben wir viel Druck gemacht und deswegen ist es am Ende auch noch knapp geworden. Wir haben alles reingehauen, aber für den Ausgleich hat es leider nicht gereicht.“
Champions Hockey League
EC Red Bull Salzburg – Eisbären Berlin 3:4 (0:3, 1:1, 2:0)
Tore:
0:1 | 05:48 | Gabriel Fontaine | SH
0:2 | 09:50 | Korbinian Geibel
0:3 | 12:34 | Liam Kirk
0:4 | 20:27 | Jean-Luc Foudy
1:4 | 33:04 | Jayden Lee
2:4 | 45:22 | Dennis Robertson
3:4 | 52:34 | Mario Huber
Zuschauer: 3.068
Die nächsten Spiele der Red Bulls
Fr, 09.10.26 | 19:15 | Hydro Fehérvár AV19 – EC Red Bull Salzburg
So, 11.10.26 | 17:30 | EC-KAC – EC Red Bull Salzburg | ORF Sport+
CHL | Di, 13.10.26 | 19:00 | Skellefteå AIK – EC Red Bull Salzburg

